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Telefonaktion: Hilfe bei Depressionen–Wege aus der Krankheit

Datum:09. November 2017
Standort:Bezirksklinikum Obermain
Fachbereich:Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
Rubrik:Psychiatrie

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass in Deutschland über 4 Millionen Menschen an Depressionen leiden. Auf lange Zeit freudlos, kraftlos, mutlos, antriebslos: so erleben sich oftmals Patientinnen und Patienten. Eine Depression ist eine Erkrankung der Seele, die unbehandelt mit großem menschlichen Leid verbunden ist. Depressionen beginnen nicht selten in einem jungen Lebensalter und können auch die Erwerbsfähigkeit der betroffenen Menschen deutlich beeinträchtigen.

Doch Depressionen sind gut therapierbar, so dass die Arbeits- und Leistungsfähigkeit wie auch die Freude, am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen, langfristig erhalten werden kann. Bemerkenswert ist jedoch, dass weniger als die Hälfte der Betroffenen sich in qualifizierte Behandlung begibt.  Die große Mehrheit der an einer Depression leidenden Menschen bleibt unbehandelt - weil die Krankheit bisweilen nicht erkannt wird, Versorgungsangebote nicht bekannt sind oder Betroffene keine medizinische Hilfe suchen.

Nicht wenige Menschen haben zudem Angst oder schämen sich, über ihre Depression zu sprechen. Sie befürchten in unserer Leistungsgesellschaft soziale Ausgrenzung und Verachtung. Die Telefonaktion des Bezirksklinikums Obermain in Zusammenarbeit mit dem Obermain-Tagblatt setzt sich daher nicht nur zum Ziel, Betroffene und ihre Angehörigen über Symptomatik und Behandlungsangebote zu informieren. Es geht auch für den Betroffenen selbst darum, einen ersten, niederschwelligen Schritt tun zu können und sich auf telefonischem Weg mit der Erkrankung offen auseinanderzusetzen. Ohne einen Termin vereinbaren zu müssen. Direkt und diskret. Und mindestens ebenso wichtig ist es, dass Angehörige und Freunde von depressiv erkrankten Menschen diese Telefonaktion nutzen, da viele Betroffene mit einer sehr ausgeprägten Symptomatik selbst nicht mehr die Kraft aufbringen, diesen ersten Schritt zu tun.

Psychologin Sabine Bach und Oberärztin Dr. Iris Matzner, beide sehr erfahrene Mitarbeiterinnen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirksklinikum Obermain, beantworten gerne Ihre persönlichen Fragen zum Thema. Die Telefonaktion findet in Kooperation mit dem Obermain-Tagblatt am Dienstag, 21. November 2017, von 17:00 bis 18:30 Uhr statt (Telefonnummern siehe nebenstehende Anzeige).

"Wir wollen den an einer Depression leidenden Menschen die Möglichkeit geben, sich fachkundigen Rat ohne Umwege einzuholen und damit vielleicht aus dem Teufelskreis herauszukommen," erklären Dr. Iris Matzner und ihre Kollegin Sabine Bach.

Alle Anrufer können sich darauf verlassen, dass ihre Anonymität gewahrt wird.

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