
Jubiläum
Die Bezirksklinik Hochstadt wurde 1976 in Betrieb genommen. Mit einem Jubiläumsfest wird dies in Hochstadt gefeiert.
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Historie
In Europa wütet der 30-jährige Krieg, die Zeit ist geprägt von absolutistischer Herrschaft und dem Prunk des Barocks, die Pest fordert ihre Toten – und in Hochstadt entsteht ein Klosterbau. Rund 420 Jahre alt ist das Sandsteingebäude, in dem sich heute die Bezirksklinik Hochstadt befindet, errichtet als Amtshaus der Zisterzienser des Klosters Langheim. Rund 200 Jahre lang sollte es so bleiben.
1802 führten die Bayern die Schulpflicht ein. Und aus dem Amtshaus der Zisterzienser in Hochstadt am Main wurde ein Gasthaus.
1901 wird im Deutschen Reich eine einheitliche Rechtschreibung eingeführt. Und aus dem Gasthaus in Hochstadt wurde ein Kreiskrankenhaus. Das sollte es bis 1974 bleiben. Dann kaufte der Bezirk Oberfranken das Gebäude, ließ es umbauen und nahm es 1976 in Betrieb.
Jetzt ist die Bezirksklinik Hochstadt seit 50 Jahren in diesen Räumen, atmet Geschichte und praktiziert gleichzeitig modernste Sucht-Rehabilitation.
Ein paar Schlaglichter aus diesen 50 Jahren:
1990 fanden zum ersten Mal Hochstadter Gespräche statt.
1996 wurde die Bezirksklinik Hochstadt durch die Landesversicherungsanstalt Oberfranken und Mittelfranken als Einrichtung der Adaptionsphase anerkannt
1996 wurden Alkoholabhängige aufgenommen und behandelt.
Anfang der 2020er Jahre wurde der Dachstuhl mit einer Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro saniert. Fast zwei Drittel dieser Kosten wurden, unter anderem von der Oberfrankenstiftung, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Bayerischen Landesstiftung, bezuschusst. Um den Dachstuhl überhaupt sanieren zu können, mussten Fledermäuse umquartiert werden.
Anekdoten
Geschichte ist mehr als eine Jahreszahl. Geschichte lebt immer auch von ihren Geschichten, in denen es menschelt. In den folgenden Videos erzählt Gerhard Hofmann, was gerade in der Anfangszeit der Klinik passiert ist. Hofmann fing als Gärtner in der Arbeitstherapie der Bezirksklinik Hochstadt an, machte dann eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. Als Mitarbeiter der ersten Stunde kann er auf die Anfänge der Bezirksklinik zurück blicken.
