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Neue psychiatrisch-heilpädagogische Station eingeweiht

Im Oktober ziehen die Patienten um, jetzt wurde die neue psychiatrisch-heilpädagogische Station (H-Station) am Bezirkskrankenhaus Bayreuth bereits ganz offiziell eingeweiht. Ein Meilenstein der Gesundheitsversorgung in Oberfranken, wie Bezirkstagspräsident Henry Schramm betonte. Und ein Ort, an dem beste medizinische Versorgung zu finden ist, wie Leitender Ärztlicher Direktor, Professor Thomas Kallert, ausführte.

Entstanden ist ein Klinikneubau für Menschen mit einer geistigen Behinderung sowie einer psychischen Erkrankung. Menschen also mit ganz besonderen Bedürfnissen. Für Bezirkstagspräsident Henry Schramm nimmt der Ersatzneubau der H-Station eine ganz besondere Stellung innerhalb des groß angelegten Bauprogramms des Bezirks ein: „Mehrere Jahre der Planung und Vorbereitung haben sich gelohnt: Mit dem Ersatzneubau der H-Station machen wir unsere Gesundheitseinrichtungen wieder ein Stück fit für die Zukunft“, so der Bezirkstagspräsident. „Das ist eine gute Nachricht für die Gesundheitsversorgung in Oberfranken und insbesondere für die Menschen, die auf die medizinische Unterstützung durch den Bezirk angewiesen sind.“ 

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach, die aus terminlichen Gründen selbst nicht vor Ort sein konnte, betonte anlässlich der feierlichen Einweihung: „Die psychische Gesundheit spielt für die Lebensqualität des Einzelnen eine genauso wichtige Rolle wie die körperliche Gesundheit. Menschen mit psychischen und somatischen Krankheiten brauchen eine bestmögliche und zeitgemäße Behandlung. Durch den Neubau der psychiatrisch-heilpädagogischen Station am Bezirkskrankenhaus Bayreuth, den wir mit mehr als zehn Millionen Euro fördern, wird sich die Versorgung für die Patientinnen und Patienten weiter verbessern.“

Ein Meilenstein

Auf der H-Station werden alle psychischen Krankheitsbilder mit einem hochindividualisierten therapeutischen Vorgehen behandelt. Nach mehreren Jahren intensiver Planung und Vorbereitung durch den Bezirk Oberfranken wurde die H-Station für 14,8 Millionen Euro neu gebaut, gefördert durch das bayerische Jahreskrankenhausbauprogramm mit 10,2 Millionen Euro. Es entstanden 20 vollstationäre sowie acht tagesklinische Plätze für geistig behinderte Patientinnen und Patienten, die unter einer psychischen Erkrankung leiden. 

Hohe Einzelzimmerquote

„Einige unserer Patienten sind seit einer langen Zeit bei uns. Andere wiederum ein, zwei Wochen zur Krisenintervention. Aber egal wie lange jemand hier ist – es ist wichtig, dass er sich hier wohlfühlen kann und dass er hier Lebensqualität erfährt“, sagte GeBO-Vorständin Eva Gill. 

Der Neubau schaffe eine erhebliche Verbesserung der Unterbringungsbedingungen, realisiert nicht nur Behindertengerechtigkeit, sondern auch eine hohe Einzelzimmerquote“, sagte Eva Gill. Der geschlossene und offene Stationsbereich werde um separate Tagesklinik- und Ambulanzräume für diese spezielle Patientengruppe ergänzt. In den Baukörper sei zudem ein eigener Therapiebereich integriert, und im Außenraum werde ein Garten gestaltet, der den besonderen Anforderungen dieser Patienten gerecht wird, so Gill.

Die besondere Arbeit bei Diagnostik und Therapie der Patientinnen und Patienten der H-Station stellte Professor Kallert heraus. Die neue Station schaffe nun die geeigneten Rahmenbedingungen, dies auf hohem Niveau zu tun.