Wie gut sich Studium und Praxis verbinden lassen, zeigt Isabell Groß. Sie studiert Ingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Maschinenbau an der Hochschule Hof und unterstützt parallel den Bereich Haustechnik an der Bezirksklinik Rehau.
Isabell, wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
„Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es bei mir eigentlich nicht. Jeden Tag stehen unterschiedliche Aufgaben an. Hauptsächlich beschäftige ich mich mit Angebotsvergleichen externer Firmen, die technische Anlagen bei uns warten, reparieren oder neu installieren. Ein größeres Projekt war außerdem, die Schlüsselverwaltung neu zu strukturieren. Dabei stand ich im engen Austausch mit den technischen Abteilungen der anderen Standorte und konnte deren Prozesse ebenfalls kennenlernen. Generell arbeite ich viel daran, digitale Abläufe zu verbessern, zum Beispiel habe ich eine neue Ordnerstruktur für unsere Abteilung in Rehau entwickelt und eingeführt.“
Genau diese Abwechslung scheint dir Spaß zu machen, stimmt das?
„Ja, auf jeden Fall. Mir macht es großen Spaß, mich immer wieder in neue Aufgaben einzuarbeiten und mir komplett neue Themengebiete zu erschließen. Gleichzeitig ist es eine Herausforderung, Neuerungen im Team umzusetzen. Wir sind zu acht in der Haustechnik, und es ist wichtig, alle mitzunehmen und Veränderungen so zu gestalten, dass sie wirklich eine Erleichterung im Arbeitsalltag sind. Durch das freundliche, entspannte und hilfsbereite Team macht es aber umso mehr Freude, gemeinsam Lösungen zu finden.“
Neben deiner Tätigkeit an der Bezirksklinik Rehau studierst du an der Hochschule Hof. Wie lässt sich das mit Freizeit vereinbaren?
„Das funktioniert vor allem durch einen gut strukturierten Alltag. Meist plane ich meine komplette Woche bereits zu Wochenbeginn. Meine Tage sind sehr unterschiedlich: An manchen arbeite ich nur bis mittags und habe den restlichen Tag frei, an anderen bin ich von früh bis abends in Vorlesungen. Es gibt auch Tage, an denen Arbeit und Uni zusammenkommen, dann bin ich schon mal von 8 bis 18 Uhr unterwegs. An solchen Tagen ist es wichtig, danach einen Ausgleich zu finden. Ich gehe dann gerne mit meinem Hund raus oder mache Sport, um den Kopf wieder frei zu bekommen.“
Würdest du empfehlen, bereits während des Studiums Berufserfahrung zu sammeln?
„Definitiv, ein ganz klares Ja! Man lernt neben dem Studium unglaublich viel dazu und kann theoretische Inhalte direkt mit der Praxis verknüpfen. Außerdem lernt man, im Team zu arbeiten und mit Stresssituationen umzugehen – sei es, Studium und Job unter einen Hut zu bekommen oder anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen.“

