Ein freudiger Tag auch für die Stadt Rehau – der lange herbeigesehnt wurde. Denn die Bezirksklinik ist in die Jahre gekommen, ein Neubau ist nötig, lässt aber noch etwas auf sich warten. Um Patienten und Mitarbeitern trotzdem ein angenehmes Umfeld bieten zu können, hat der Bezirk Oberfranken investiert. Rund fünf Millionen Euro kostete der Interimsbau mit einer Gesamtfläche von 1040 Quadratmetern. Eine Summe, die komplett selbst gestemmt wurde – für bauliche Übergangslösungen gibt es keine Förderung.
Es soll ein Übergang zum kompletten Klinikneubau werden, mit dem voraussichtlich 2030 begonnen werden soll. Denn solange konnte und wollte man aber nicht mehr warten, um Patienten ein angenehmes Umfeld zum Gesundwerden zu bieten, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm bei der Eröffnung. Gleichzeitig ist der Bau auch ein klares Bekenntnis zum Standort Rehau. Der Auftrag der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken sei, sich in ganz Oberfranken um Menschen zu kümmern, denen es nicht gut geht – da gehöre Rehau als wichtiger Klinikstandort im Osten Oberfrankens dazu, sagt der Bezirkstagspräsident.
Für die Bezirksklinik ist der Bezug des Neubaus wirklich ein Grund zum Feiern, so Vorständin Eva Gill und Standortleiterin Daniela Springer. Denn nun kann umgezogen und der Alt-Bestand auf ein aktuelles Niveau gebracht werden. „Schöne Räume sind ja nicht nur für unsere Patienten wichtig, auch unseren Mitarbeitern möchten wir ein angenehmes Arbeitsumfeld bieten“, sagt Eva Gill. Dass der Bau so reibungslos, schnell und unfallfrei lief, sei außerdem ein Grund, dankbar zu sein.
In den nächsten zwei Wochen werden zwei Stationen in den Interimsbau einziehen. Die Stationen, die dann dadurch im Hauptbau frei werden, werden anschließend renoviert. Dann zieht die nächste Station in die renovierte Station und die dann frei gewordene wird renoviert. Und so weiter und so weiter.
Im Neubau gibt es zwölf Zweibettzimmer, jedes hat ein eigenes kleines Bad, außerdem Büros und Funktionsräume. Das Gebäude wurde in Hybridbauweise errichtet (Betonboden, Holzständerwerk, Betondecke). Es hat eine Fußbodenheizung, die auch kühlen kann, auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Anlage, deren erzeugter Strom komplett genutzt werden kann, es gibt Schleusenzimmer, einen Time-Out-Raum, Überwachungszimmer. Noch in Arbeit ist aktuell die Gartenanlage – die soll aber fertig sein, wenn die Patienten in wenigen Wochen einziehen.

