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Psychiatrisch-Heilpädagogischer Bereich

Hier werden psychisch kranke und geistig behinderte Menschen behandelt.


Der Psychiatrisch-Heilpädagogische Bereich ging hervor aus einer ehemals über hundert Betten umfassenden Abteilung für geistig behinderte Menschen (Oligophrenie).  

Heute verfügt die Station mit drei Substationen über zwölf Betten für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen, die älter als 18 Lebensjahre sind und entweder zuhause oder in einer entsprechenden Einrichtung untergebracht sind.

Über uns

Der Psychiatrisch-Heilpädagogische Bereich (Station H) der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirkskrankenhaus Bayreuth ist überregional zuständig für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Einschränkungen der kognitiv-intellektuellen Leistungsfähigkeit.

Ein vergleichbarer Bereich ist an den anderen psychiatrischen Kliniken in Oberfranken nicht etabliert.

Die Station verfügt über zwölf Betten für psychisch kranke Menschen mit Intelligenzminderung oder geistiger Behinderung. Es handelt sich um eine geschlechtsgemischte Abteilung für Erwachsene jeden Alters.

Es werden alle psychischen Krankheitsbilder mit einem hochindividualisierten therapeutischen Vorgehen behandelt. Weiterhin werden schwere und schwerste sowie langanhaltende Verhaltensstörungen behandelt. Dies gilt insbesondere auch für alle Formen fremd- und selbstaggressiven Verhaltens.

Kontraindikationen für eine Aufnahme auf der Station H stellen lediglich somatische Krankheitsbilder mit definierter Krankenhausbedürftigkeit in einer spezialisierten somatischen Abteilung und hohe Pflegebedürftigkeit dar.

Die Leiterin der Abteilung, Dr. med. Joanna Stich, nimmt regelmäßig an der Bundesdirektorenkonferenz teil und ist Vorstandsmitglied der dortigen Arbeitsgruppe „Geistige Behinderung“ der DGPPN.

Leistungen

Die vollstationäre Behandlung erfolgt auf der Station H. Diese ist in eine offene und eine beschützte Substation aufgeteilt, sodass eine Behandlung entsprechend der Erfordernisse der Erkrankung möglich ist.

Weiterhin besteht die Möglichkeit einer teilstationären (Tages- oder Nachtklinik) Behandlung beziehungsweise einer Behandlung in der Spezialambulanz. Zu den Aufgaben der Ambulanz zählen neben Diagnostik und Therapie der Patienten auch aufsuchende multiprofessionelle Angebote.

Der therapeutische Ansatz der Station H beruht auf einem integrierten Vorgehen verschiedener therapeutischer Verfahren und Methoden.

Angewendet werden dabei alle für diese spezielle Klientel etablierten Handlungsmethoden der Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie sowie die Erkenntnisse der Heil- und Inklusionspädagogik/Sonderpädagogik.

Ein wesentliches Element des therapeutischen Ansatzes ist das etablierte Bezugstherapeuten- und Pflegesystem.

Weitere wesentliche Elemente sind: Milieutherapie, verhaltenstherapeutisches Token-Programm, heil- und inklusionspädagogischer Schwerpunkt, individueller Behandlungsplan, ausführliche Helferkonferenzen und enge Zusammenarbeit mit der Gemeindepsychiatrie.

Ziel der Behandlung ist das Erreichen der möglichst hohen Autonomie dieser schwer und in aller Regel mehrfach kranken Patienten.

Das therapeutische Team setzt sich aktuell zusammen aus:

  • einer leitenden Ärztin
  • einer Stationsärztin
  • einer Psychologin
  • einer Heil- und Inklusionspädagogin
  • Pflegeteam, Pflegehelfer
  • Spezialtherapeuten: Ergo-, Physio-, Ernährungstherapeuten, Heilerziehungspfleger und Erzieher

 

Das Konzept umfasst ausführliche psychiatrische, psychologische, somatische und neurologische Diagnostik. Darüber hinaus wird ein individueller Behandlungsplan erstellt und durchgeführt.

Die Gesamtbehandlung, die aus multiprofessionellen Maßnahmen besteht, ist eng aufeinander abgestimmt und findet in sämtlichen Behandlungsketten statt.

Darüber hinaus werden Beratungen einzelner Patienten, Angehörigen, Betreuer, Institutionen, Einrichtungen, niedergelassener Psychiater/Psychotherapeuten geleistet. Auf der Abteilung erfolgen stationsinterne und auswärtige Fortbildungen, darüber hinaus auch eine externe Supervision.

Die therapeutische Versorgung hängt von der akuten Störung ab und umfasst folgende Angebote:

  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Ergotherapie
  • Heilpädagogische Förderung
  • Heil- und inklusionspädagogische Behandlung
  • Themenzentrierte Interaktionsgruppe
  • Entspannung
  • Achtsamkeits- und Emotionsregulationstraining
  • Soziales Kompetenztraining
  • Kognitives Training
  • Aktivierungsgruppe
  • Gestaltungstherapie
  • Basale Stimulation
  • Tiergestützte Therapie
  • Antiaggressionstraining
  • Visiten, medikamentöse Behandlung
  • Pflegerische Versorgung

Wir legen großen Wert auf eine fachliche, partnerschaftliche und multiprofessionelle Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Berufsgruppen und mit der Gemeindepsychiatrie.

 

Wissenswertes

Für die stationäre Aufnahme benötigen wir eine Einweisung von Ihrem Hausarzt, Nervenarzt oder unserer Ambulanz. Wir bitten Sie, sich telefonisch anzumelden.