Mit dieser spannenden Frage haben wir uns gestern im Rahmen der Hochfränkischen Wochen für seelische Gesundheit in der Münch-Ferber-Villa in Hof beschäftigt. Im gemeinsamen Gespräch brachten Dr. Stephanie Steinmann, leitende Oberärztin der Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Hof, und Dr. Torsten Brückner, Chefarzt der Bezirksklinik Rehau, die Perspektiven der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Erwachsenenpsychiatrie zusammen.
Während Erwachsene häufig über Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interessenverlust berichten, können sich Depressionen bei Kindern und Jugendlichen auch durch Reizbarkeit, Rückzug, körperliche Beschwerden oder Veränderungen im Verhalten äußern.
Auch bei der Behandlung gibt es Unterschiede: Psychotherapie ist ein wichtiger Baustein. Bei Bedarf können Medikamente hinzukommen. Für Kinder und Jugendliche stehen jedoch deutlich weniger zugelassene Antidepressiva zur Verfügung als für Erwachsene. Deshalb müssen Nutzen und Risiken besonders sorgfältig abgewogen und die Behandlung eng begleitet werden.
Im Anschluss an den Vortrag gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen, eigene Gedanken einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen – ein wertvoller Raum für Austausch und neue Impulse.
Was bleibt? Genau hinschauen, Veränderungen ernst nehmen und frühzeitig Unterstützung anbieten. Denn Depressionen kennen kein Alter – und jeder Mensch verdient passende Hilfe.

