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Wenn im Schlaf die Atmung aussetzt

Datum:Freitag, 23. November 2018
Standort:Bezirksklinikum Obermain
Fachbereich:Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergologie und Schlafmedizin
Rubrik:Pneumologie/Lunge

Wenn im Schlaf die Atmung aussetzt

Schlafmedizinisches Zentrum am Bezirksklinikum Obermain erneut akkrediert

Erneut akkreditiert wurde das Schlafmedizinische Zentrum am Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg, das die dort angesiedelte Fachklinik für Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergologie, Umweltmedizin und Schlafmedizin betreibt. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin akkreditiert ausschließlich Gesundheitseinrichtungen, die einen breit gefächerten Katalog an Qualitätskriterien erfüllen. „Schlafapnoe ist ein oft unterschätztes Problem", sagt Dr. Saleh Al Hamoud, Chefarzt der Kutzenberger Lungenfachklinik. Bei ständig steigenden Fallzahlen leiden zur Zeit circa  5–10 % der Bevölkerung in Deutschland an Schlafapnoe. Die Therapie erfolgt mit einer Atemmaske, die Betroffene im Schlaf nachts anlegen. „Insbesondere die obstruktive Schlafapnoe, die durch Atempausen gekennzeichnet ist,  ist eine Ursache für gestörten Schlaf und Tagesmüdigkeit und hat auch negative Auswirkungen auf Blutdruck, Diabetes Mellitus, perioperative Komplikationen und das Schlaganfallrisiko", so Dr. Al Hamoud. Die Atemaussetzer können im Einzelfall auch mehrere Minuten andauern. Menschen, die im Schlaf oft schnarchen und die dies auch immer wieder von ihrem Partner als Rückmeldung erhalten, sollten dies diagnostisch überprüfen lassen, um  Unfallrisiken zu reduzieren bzw. die Lebenserwartung zu verlängern.

Der Patient bleibt zur Untersuchung eine Nacht in der Klinik, um eine sogenannte Polysomnographie durchführen zu lassen. Vor dem Schlaf werden verschiedene Messfühler schmerzfrei angebracht (z.B. mit kleinen Pflasterstreifen). Diese Sensoren registrieren Schlaftiefe, Muskelaktivität, Atmung, Sauerstoffsät­tigung und weitere wichtige Kenngrößen, die für eine exakte Diagnosestellung erforderlich sind. Nach eingehender Analyse der in der Nacht gewonnenen Daten bespricht der Arzt am Folgetag das Untersuchungsergebnis mit dem Patienten.

Sollte im Behandlungsverlauf trotz ausreichender Besserung des Nachtschlafes eine Tagesschläfrig­keit mit Einschlafneigung fortbestehen, so finden auch Tagesmessungen statt.

Die Kutzenberger Lungenfachklinik am Bezirksklinikum Obermain ist ein Pionier in der Diagnostik und Therapie der Schlafapnoe. Das Schlafmedizinische Zentrum gehört oberfrankenweit zu den ersten Einrichtungen dieser Art und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung.

"Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) befasst sich als wissenschaftliche Gesellschaft mit der Erforschung des Schlafes und seiner Störungen sowie mit der klinischen Diagnostik und Therapie von Schlaf-Wach-Störungen."  Quelle: DGSM

Foto: Vor dem Schlaf werden im Schlaflabor verschiedene Messfühler angebracht.

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