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Weg für Neubau in Kutzenberg ist frei

Datum:Dienstag, 09. Juli 2019
Standort:Bezirksklinikum Obermain
Fachbereich:alle Bereiche
Rubrik:Ausbildung

Diesen Tag haben die Vertreter der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO) und des Bezirks Oberfranken lange herbeigesehnt. In der Kabinettsitzung am 9. Juli 2019 wurde der Neubau des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg in das Krankenhausbauprogramm 2020 bis 2023 aufgenommen. 59,02 Millionen Euro wird der Freistaat Bayern für den ersten Bauabschnitt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik bereitstellen. "Ich bin überaus glücklich, dass unsere Probleme im Ministerium gehört wurden. Wir können unser Zukunftskonzept in Kutzenberg realisieren, und die Kliniken mit einem Neubau zukunftsfähig aufstellen", so reagierte GeBO-Vorstand Katja Bittner auf diese positiven Nachrichten aus München.

Ein zukunftsfähiges Konzept für die GeBO diene den Patienten, deren Angehörigen und "vor allem auch unseren Mitarbeitern". Katja Bittner: "Mein großer Dank gilt auch unserem Träger, dem Bezirk Oberfranken, allen voran unserem Bezirkstagspräsidenten Henry Schramm für die tatkräftige Unterstützung."

Nachdem nun die Mittel bereit gestellt werden, die sich durch Sonderzuschüsse noch erhöhen sollen, kann nun mit der Detailplanung begonnen werden. Mit der Ausarbeitung der Planung, die im ersten Bauabschnitt zwei Baukörper für die psychiatrische Klinik umfassen, wurde der Münchner Architekt Udo Lemke betraut.

"Die Einplanung in das kommende Krankenhausbauprogramm war unserer vorrangiges Ziel. Der Einsatz hat sich ausgezahlt. Nun wird mit Hochdruck weitergeplant", unterstreicht Bezirkstagspräsident Henry Schramm mit Verweis auf die zurückliegenden Termine im Gesundheitsministerium in München. Gerade Gesundheitsministerin Melanie Huml hätte sich für den Neubau in Kutzenberg stark gemacht. Als nächster Schritt soll nun der vorzeitige Maßnahmenbeginn beantragt werden, um die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen zügig in Angriff nehmen zu können.

Der Eigenanteil des Bezirks Oberfranken und der GeBO liegt nach aktuellen Kostenschätzungen bei rund 27 Millionen Euro.

Auf drei verschiedene "Finger" (zwei für die Psychiatrie im ersten Bauabschnitt, einen für die Somatik inklusive Medizinischem Versorgungszentrum - MVZ - im zweiten Bauabschnitt) sollen die Stationen verteilt werden. Jeder dieser "Finger" umfasst vier sichtbare Stockwerke und ein Kellergeschoss, die auf der nordöstlichen Seite des Krankenhausareals in den Hang hinein gebaut werden. Somit sei gewährleistet, dass alle bettenführenden Stationen gut mit Tageslicht versorgt werden.

Im Bezirksklinikum Obermain werden Patienten dreier Fachrichtungen behandelt: Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Atmungsorgane, Allergologie und Schlafmedizin und Rheumatologie. Das Krankenhaus wurde 1914 im Pavillonstil errichtet und seither mehrfach an- und umgebaut. Aufgrund der verstreuten Baukörper sind vom Pflegepersonal, den Patienten und der Versorgung täglich Wegstrecken von 113 Kilometern zurückzulegen.

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