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Stühle zur Reformation

Datum:07. August 2017
Standort:Bezirksklinik Rehau
Fachbereich:Akutpsychiatrie
Rubrik:Klinikseelsoge

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag Martin Luthers, der seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen und damit die Reformation eingeleitet hat.

2015 haben der ärztliche Leiter der Bezirksklinik Rehau Dr. Lothar Franz und der Standortleiter Torsten Keller von der evangelischen Kirchengemeinde einen von 95 Stühlen bekommen, durch den sich eine Reihe von Einrichtungen in Rehau Gedanken zur Reformation machen sollten. Zudem sollte der Stuhl bearbeitet werden. August Zeitler, Leiter der Ergotherapie, hat sich dieser Aufgabe angenommen und den von ihm bearbeiteten Stuhl in einem ökumenischen Gottesdienst im Andachtsraum nun vorgestellt. Wichtig sei ihm gewesen, dass der Stuhl passend zum Lutherjahr sei und einen Bezug zur Psychiatrie habe, sagte der mittlerweile im Ruhestand befindliche August Zeitler in einer kurzen Ansprache.

Luther wollte keine Spaltung, es seien jedoch zwei Kirchen entstanden, die nebeneinander existierten. Zeitler hat deshalb den Stuhl in der Mitte geteilt und diese Teilung unter den Oberbegriff gestellt: „Ich bin eine gespaltene Persönlichkeit". Dabei gebe es die „ecclesia reformata", also die reformierte (ursprüngliche) Kirche und die „ecclesia oecomenica". Diese beiden Kirchen sollen sich annähern und den ökumenischen Gedanken hochhalten. Dabei fragte sich August Zeitler, wie er die beiden Kirchen und ihre beiden Teile mit „altem Holz" darstellen könne.

Zwei verschiedene Holzarten

Er hat dann eine Kirche mit einem Stück Mahagoniholz und eine mit einem Stück Ahornholz dargestellt, den Kirchturm aus Mahagoni und das Kirchenschiff als Ahornholz und beide Hölzer mit Fenstern und Türen versehen. Wenn die Teile, also Turm und Schiff, zusammengefügt werden, wäre die Einheit der Kirche wiederhergestellt. Er erneuerte den Wunsch, dass sich die Kirchen wieder annähern, was aktuell durch vielerlei Veranstaltungen und kirchliche Persönlichkeiten auch geschehe.

In dem Gottesdienst wurde der Stuhl dann offiziell an die evangelische Kirchengemeinde, vertreten durch Pfarrer Andreas Pannicke, übergeben. Dieser führte aus, dass die (hoffentlich) 95 bearbeiteten Stühle am Reformationstag, dem 31. Oktober in der Pfarrkirche St. Jobst ausgestellt und vorher im Pfarramt bzw. im Gemeindehaus Interessierten zugänglich gemacht würden. Pastoralreferent Uli Essler und Pfarrer Andreas Pannicke äußerten zum Abschluss des Gottesdienstes ebenfalls den Wunsch, dass die Kirchen wieder zusammenfinden und beendeten mit dem Segen an die Teilnehmer und einem Dankeschön an August Zeitler den ökumenischen Gottesdienst.

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