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Hier kannst du was werden: Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger

Datum:Donnerstag, 01. Februar 2018
Standort:Bezirkskrankenhaus Bayreuth
Fachbereich:alle Bereiche
Rubrik:Ausbildung

Vor dem Tod hatte sie Angst. Kann ich das? Halte ich das aus? Ist es schlimm, Menschen sterben zu sehen? Julia Alca gingen solche Dinge durch den Kopf, als sie sich vor nunmehr 20 Jahren entschied, Krankenschwester zu werden. Der Tod gehört zum Beruf, wenn man als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeitet. Doch davor ist ganz viel Leben.

Julia Alca wurde die Angst vor dem Tod durch ihren Beruf genommen. Das war noch damals, als Krankenpflegeschülerin. Heute unterrichtet Julia Alca die nächste Generation an Gesundheits- und Krankenpflegeschülern. Die 36-Jährige ist Lehrerin an der Berufsfachschule für Krankenpflege am Bezirkskrankenhaus Bayreuth.

Soziale Karriere

Julia Alca ist selbst Beispiel dafür, dass im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege der Weg nach oben führen kann – wenn man das möchte. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester, die sie am Bezirkskrankenhaus machte, blieb sie. „Ich wollte nicht weg, ich hatte zwar ein Angebot als OP-Schwester und eines auf der Intensivstation in anderen Krankenhäusern, aber ich blieb lieber hier."  Sie bildete sich weiter, zur Praxisanleiterin (das sind Pflegekräfte, die Schüler auf den Stationen anleiten), übernahm Stationsleitungen, studierte nebenher Pflegemanagement. Nach ihrer Elternzeit fing sie als Lehrerin an der Berufsfachschule für Krankenpflege am Bezirkskrankenhaus Bayreuth an, setzt damit ihr Wissen aus dem Studium praktisch um. Die Geschichte von Julia Alca zeigt: Mit einer Ausbildung am Bezirkskrankenhaus und einer anschließenden Tätigkeit hier, hat man die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und sich weiter zu bilden.

Wo man zum Einsatz kommt

Eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger dauert, das ist bundesweit einheitlich geregelt, drei Jahre. Um auch die Bereiche Chirurgie, Gynäkologie und Neugeborenenpflege abzudecken, kooperiert die Krankenpflegeschule am Bezirkskrankenhaus Bayreuth mit dem Klinikum Bayreuth. Einsätze in diesen Bereichen finden demnach dort statt.

Die Ausbildung beginnt mit einem sechswöchigen Einführungskurs in der Theorie, anschließend geht es auf die Stationen. Dort dürfen auch die blutigen Anfänger schon Hand anlegen. Beispielsweise Temperatur oder Blutdruck messen, Patienten beim Essen oder der Körperpflege helfen. Wer wann wo eingesetzt wird, regelt ein Plan. Insgesamt sind es 2500 Stunden, die die Schüler auf den Stationen verbringen müssen. Dazwischen schieben sich immer wieder Schulblöcke. Eine theoretische, mündliche und praktische Prüfung schließt die Ausbildung mit einem Examen ab. Wer dann in der Psychiatrie weiter arbeiten will, dem wird in der Regel am Bezirkskrankenhaus angeboten, auch weiterhin hier arbeiten zu können. Dazu kommen weitere Vorteile, die eine Tätigkeit in der Psychiatrie mit sich bringt: Es gibt zusätzlichen Urlaub und mehr Geld, da aufs Gehalt ein sogenannter Psychiatrie-Zuschlag kommt. Und schon die Schüler, die hier mit der Ausbildung anfangen, lockt ein Zuckerl: Der Arbeitgeber bezuschusst den neuen Schülern mit
400 Euro einen Laptop.

Männer gesucht - Frauen auch

Der Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger ist längst nicht mehr in überwiegend weiblicher Hand. Immer mehr junge Männer lassen sich zum Krankenpfleger ausbilden – und werden auch dringend gebraucht, sagt Julia Alca. Gerade im Bereich der Psychiatrie, beispielsweise der Akut-Psychiatrie oder der Forensik, „brauchst du auch Kerle".

Ob Mann oder Frau: Wer sich für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger interessiert, erhält an der Berufsfachschule für Krankenpflege am Bezirkskrankenhaus Bayreuth weitere Informationen, Bewerbungen fürs nächste Ausbildungsjahr, das im Oktober beginnt, sind möglich. Und wer sich noch nicht sicher ist, ob dieser Beruf auch wirklich der richtige ist, kann das in einem Schnupperpraktikum ausprobieren oder einen Schnuppertag in der Krankenpflegeschule buchen.

Kontakt: Berufsfachschule für Krankenpflege am Bezirkskrankenhaus Bayreuth, Telefon 0921/ 283-5022, Mail: kps@bezirkskrankenhaus-bayreuth.de

 

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