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Die GeBO beim Depressions-Symposium in München

Datum:Donnerstag, 04. April 2019
Standort:GeBO gesamt
Fachbereich:alle Bereiche
Rubrik:Messe

Warum bitte, warum gehen Angehörige psychisch Kranker nicht auf die Barrikaden? Professor Dr. med. habil. Thomas W. Kallert, Leitender Ärztlicher Direktor der GeBO, stellte diese Frage an den Anfang einer Diskussionsrunde beim fünften Symposium der Gesundheitsunternehmen der bayerischen Bezirke in München. Die Antwort aus dem Publikum kam prompt: Weil sie zum Auf-die-Barrikaden-gehen keine Zeit haben. Sie seien zu sehr damit beschäfitgt, Angehörige zu sein.

Die Rolle der Angehörigen stärker wahrzunehmen, ihre Rolle zu stärken, darauf hatte Kallert hingewiesen. "Angehörige sind in der Therapie von Depressiven unverzichtbar." Doch die Belastung, der die Angehörigen ausgesetzt sind, werde nach wie vor unterschätzt - auch sie bräuchten Hilfe und Unterstützung. Kallerts Forderung daher: Das Gesundheitssystem müsse auch die Angehörigen Kranker wahrnehmen. Eine iskussionsrundenteilnehmerin formulierte es so: Angehörige sind Begleiter, müssen aber auch begleitet werden.

Die Rolle der Angehörigen war nur ein Aspekt von vielen, die sich mit der "Herausforderung Depression" befassten. Außerdem ging es darum, wie frühkindliche Erfahrungen Depressionen beeinflussen, die Depression bei Männern wurde beleuchtet, positive Wirkung bei Hirnstimulationsverfahren und Möglichkeiten der Telepsychiatrie wurden vorgestellt.

Während der Pausen konnten sich die Teilnehmer an Messeständen über Angebote der Gesundheitsunternehmen der bayerischen Bezirke informieren - unter anderem am Stand der GeBO.  

 

Uli Sommerer Messe

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