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Infos zur Thorax- und Gefäßchirurgie

Steffen Gerlach

Dr. med. Steffen Gerlach

Chefarzt
Telefon: (09547) 81-2554
Telefax: (09547) 81-2599
E-Mail: thorax-gefaesschirurgie@gebo-med.de

Abteilung für Thorax- und Gefäßchirurgie
Facharzt für Chirurgie, Schwerpunkt Thoraxchirurgie und Gefäßchirurgie

Bezirksklinikum Obermain
Kutzenberg
96250 Ebensfeld 

In unserer Abteilung am Bezirksklinikum Obermain werden alle gut- und bösartigen Geschwülste von Lunge, Rippenfell, Mediastinum und Brustkorbwand diagnostiziert und operativ behandelt. Hinzu kommt die operative Behandlung entzündlicher Erkrankungen inklusive der Lungentuberkulose. Unser gefäßchirurgischer Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Arterien, der Venen (z.B. Krampfaderleiden, offenes Bein) sowie der Lymphgefäße. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt sind Portkatheterimplantation und Dialyseshunt-Chirurgie.

Das Leistungsspektrum der Abteilung umfasst die gesamte Thorax- und Gefäßchirurgie. Operationsschwerpunkt ist die Krebschirurgie inklusive der Entfernung von Tochtergeschwülsten der Lunge und des Brustkorbes sowie andere Erkrankungen und Verletzungen von Lunge und Brustkorb.

Dazu stehen uns neben den herkömmlichen chirurgischen Techniken die minimal-invasive Technik mit kleinen Schnitten unterstützt durch die Videoendoskopie zur Erhöhung des Patientenkomforts und zur schnelleren Genesung zur Verfügung, ebenso wie auch die Lasertechnik, die die Entfernung von Geschwülsten ermöglicht, ohne einen großen Lungengewebeverlust in Kauf nehmen zu müssen.

Die Abteilung für Thorax- und Gefäßchirurgie wird zum 01.10.2017 an das Klinikum Bamberg verlagert. Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Bamberg wird gleichzeitig ausgebaut, um gemeinsam mit unserer Kutzenberger Lungenfachklinik die notwendigen Fallzahlen an primär diagnostizierten Bronchialkarzinomen für die rasche Bildung eines „Lungenkrebszentrums Oberfranken" zu erreichen. Bis Ende September finden die thorax- und gefäßchirurgischen Eingriffe weiterhin am Bezirksklinikum Obermain statt. Die gewohnt hohe Qualität der Patientenversorgung ist auch in diesem Fachbereich bis zum Wechsel nach Bamberg sichergestellt.

Während der thoraxchirurgische Standort in Zukunft in Bamberg angesiedelt ist, wird die internistisch-stationäre Weiterbehandlung, etwa bei einer erforderlichen Chemotherapie oder in den Bereichen Allergologie, TBC, Infektiologie oder Weaning, auch weiterhin in der Lungenklinik in Kutzenberg angeboten. Das Bezirksklinikum Obermain und das Klinikum Bamberg bilden zu diesem Zweck einen gemeinsamen Ärztepool. Für die thoraxchirurgische Versorgung der Patienten in Kutzenberg bietet das Klinikum Bamberg einen Konsiliardienst bzw. eine gemeinsame Sprechstunde an.

Zu unseren Aufgaben in der Thoraxchirurgie gehört die umfassende stationäre und ambulante Diagnostik und Behandlung

  • Aller gut- und bösartigen Neubildungen (Geschwülste) von Lunge, Rippenfell, Mediastinum (Mittelfell) und Brustkorbwand
  • Von entzündlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Vereiterung des Rippenfells, Lungenabszess, Bronchiektasen (Ausweitungen der Bronchien) und Lungentuberkulose
  • Krebschirurgie inklusive der Entfernung von Tochtergeschwülsten der Lunge und des Brustkorbes
  • Behandlung von Pneumothorax (Lungenkollaps), Lungenemphysem (Lungenblähung) und Zwerchfellbrüchen
  • Erkrankungen und Verletzungen der Luftröhre, Lunge und des Brustkorbes sowie der Schilddrüse und des Thymus (Bries)
  • Korrekturoperationen bei Trichterbrust
  • Minimal-invasive Chirurgie (videoassistierte Thorakoskopie)

Im Bereich der Gefäßchirurgie bietet unsere Fachabteilung Diagnostik sowie stationäre und ambulante Behandlung bei folgenden Venenerkrankungen:

  • Krampfaderleiden
  • Offenes Bein (Ulcus cruris)
  • Thrombosen
  • Diabetisches Fuß-Syndrom

Bei folgenden Erkrankungen der Arterien

  • Verengung und Verkalkung der Halsschlagadern sowie der Becken- und Beinarterien
  • Aussackungen von Arterien (Aneurysma)
  • Operative Anlage von Dialyseshunts (Verbindung von Arterie und Vene für die Blutwäsche)
  • Aufdehnung von Verengungen (PTA)
  • Stentimplantation

Weitere Behandlungsverfahren:

  • Implantation von Portkathetern (Reservoir für spezielle medikamentöse Therapie)
  • Dialyseshunt-Chirurgie
  • Behandlung von Erkrankungen der Lymphgefäße und des Lymphödems

 

In unserer Abteilung für Thorax und Gefäßchirurgie bieten wir sowohl ambulante als auch stationäre Operationen an.

Folgende Behandlungsmethoden werden ambulant angeboten:

  • Varizenstripping (Krampfadern-Operation)
  • Portkatheterimplantation
  • Dialyseshunt-Chirurgie

Bei einer stationären Behandlung sollten Sie Folgendes zur Aufnahme mitbringen:

  • EKG und Röntgenaufnahme der Lunge mit Befund (z. B. von Ihrem Hausarzt oder Internisten)
  • Aktuelle Untersuchungsergebnisse bildgebender Verfahren (z.B. Röntgen) und Befunde (z.B. vom Hausarzt, Internisten, Orthopäden, etc.)
  • Falls vorhanden: Allergie-, Röntgenpass, Marcumar- und Blutgruppenausweis
  • Bitte bringen Sie einen Tablettenplan über Ihre regelmäßig einzunehmenden Medikamente mit
  • Es wäre vorteilhaft, wenn Sie Ihre turnusmäßig einzunehmenden Arzneimittel in einer Ration für drei Tage mitbringen würden
  • Denken Sie bitte auch an Bademantel, Handtücher, Haus- und Sportschuhe, bequeme Bekleidung sowie Badeanzug bzw. –hose

Wichtige Hinweise, wenn eine Operation geplant ist

Zur Vermeidung von Komplikationen möchten wir Sie darauf hinweisen, dass

  • vier Wochen vor der Operation keine Hormonpräparate ("Pille", Hormonpflaster, Östrogene u.a.) eingenommen werden sollen
  • eine Woche vor der Operation keine Blutverflüssigungsmittel (z. B. Godamed, ASS etc.) genommen werden sollen, fragen Sie hierzu bitte auch Ihren behandelnden Arzt

Sollten Sie sich vor der geplanten Operation verletzen, eine offene Wunde am Körper feststellen oder eine Erkältung bekommen, informieren Sie uns bitte unter der unten angegebenen Telefonnummer. Eine planbare Operation kann dann rechtzeitig neu terminiert werden.

Die Ermächtigungsambulanz der Abteilung für Thorax- und Gefäßchirurgie führt auch ambulante Leistungen auf Überweisung durch. Zusätzlich stellen wir die ambulante Nachbehandlung nach einer stationären Krankenhausbehandlung im Bereich Thoraxchirurgie sicher. Diese ist im Einvernehmen mit dem behandelnden Vertragsarzt längstens für die Dauer von 3 Monaten bzw. 6 Monaten für in der Regel drei Untersuchungen nach Entlassung aus stationärer Behandlung (bei begründeter Notwendigkeit auch mehr als drei Untersuchungen) möglich.

Wir bieten Fachsprechstunden für

  • Thoraxchirurgie
  • Gefäßchirurgie
  • Chronische Wunden (Wundambulanz)

Fachsprechstunde für Thoraxchirurgie

Untersuchungen zum Zwecke der Krankheitserkennung und Indikationsstellung zur thoraxchirurgischen Intervention:

  • Ambulante Bronchoskopie mit und ohne Biopsie
  • Pleura-/Thoraxsonographie
  • Pleura- und Lymphknotenpunktion (sonographiegestützt)
  • Anlage und Wechsel von Thoraxdrainagen
  • Behandlung von chronischen Wunden im Bereich des Thorax
  • Weiterführende Röntgenuntersuchungen bzw. Funktionsdiagnostik

Fachambulanz für Gefäßchirurgie

Untersuchungen zum Zwecke der Krankheitserkennung und Indikationsstellung zur gefäßchirurgischen Intervention:

  • Dopplersonographie
  • Duplexsonographie
  • Verschlußdruckmessung
  • Phlebographie

Fachambulanz für chronische Wunden (Wundambulanz)

  • Untersuchungen zum Zwecke der Krankheitserkennung und Indikationsstellung zur gefäßchirurgischen Intervention bzw. Abwägung des konservativen Vorgehens
  • Wundmanagement (Hydrocolloid, Bio-Maden, Vakuumverbände - Vacuseal)

Einen Termin bekommen Sie nach telefonischer Vereinbarung Tel: (09547) 81-2554

Impressionen

Info-Video zur Thorax- und Gefäßchirurgie

In diesem Video stellt sich die Abteilung für Thorax- und Gefäßchirurgie am Bezirksklinikum Obermain vor.

Videoplay

STANDORTE DES FACHBEREICHS

Unsere Standorte für Thorax- und Gefäßchirurgie

An diesem Standort finden Sie die GeBO-Abteilung für Thorax- und Gefäßchirurgie.

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Bezirksklinikum Obermain

Das Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg bietet seinen Patientinnen und Patienten moderne Diagnostik, stationäre und ambulante Therapien in sechs...

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Krankheitsbilder

Krankheitsbilder des Fachbereichs Thorax- und Gefäßchirurgie

In unserer Fachklinik sind wir auf die Diagnose und Behandlung folgender Krankheitsbilder, die hier näher erklärt werden, spezialisiert.

Pleuraerguss

Als Pleuraerguss bezeichnet man eine Flüssigkeits-Ansammlung im Bereich der Pleurahöhle (Brustfellraum), die durch verschiedenste Erkrankungen hervorgerufen werden kann. Der sogenannte Brustfellraum ist normalerweise frei von Luft und beherbergt nur minimale Flüssigkeit.

Ursachen

Entzündungen durch Bakterien, Pilze, Viren

  • Gutartige Tumore
  • Bösartige Tumore
  • Verletzungen
  • Erkrankungen des Herzens sowie des Herz-Kreislauf-Systems und der Leber

Symptome

  • Atemnot bei Belastung, aber auch Atemnot in Ruhe
  • Atemabhängige Brustschmerzen sowie konstante Schmerzen im Bereich der Brustwand
  • Husten

Die optimale Therapie ist abhängig von der Ursache des Pleuraergusses und reicht von einer medikamentösen Therapie, über eine Punktion, die Einlage einer Thoraxdrainage bis zur videoendoskopischen Abklärung mit gleichzeitiger Ergussentlastung und gegebenenfalls einer Therapie bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor.

Pleuraempyem

Als Pleuraempyem bezeichnen wir die Ansammlung von entzündlicher Flüssigkeit, also Eiter zwischen Rippen- und Lungenfell.

Ursachen

Das Entstehen eines Pleuraempyems ist sehr häufig auf eine schwere Entzündung der Lunge, des Lungen- bzw. Rippenfells zurückzuführen.

Symptome

  • eine Lungenentzündung, die bereits bekannt ist
  • Fieber
  • Husten mit und ohne Auswurf
  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Kurzatmigkeit in Ruhe, aber auch bei Belastung
  • Schmerzen im Bereich des Brustkorbes

Diagnostik

  • Blutuntersuchungen (Labor)
  • Untersuchung von Sputum und Bronchialsekret
  • Röntgen
  • Ultraschalluntersuchungen Computertomographie (CT) des Brustkorbes

 

Pleuramesotheliom

Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der vom Brust- bzw. Rippenfell (Pleura) ausgeht.

Ursachen

In vielen Fällen ist Asbest eine der wichtigsten Ursachen für die Entstehung eines Pleuramesothelioms. Über die Krankheitsgeschichte des Patienten erfährt man, dass dieser vor vielen Jahren Asbest- und Glasfaserstäube eingeatmet hat. Wurden diese Asbest- und Glasfaserstäube während der beruflichen Tätigkeit eingeatmet, so kann dieser Tumor als Berufskrankheit anerkannt werden.

Symptome

  • Atemnot bei Belastung, aber auch Atemnot in Ruhe
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Husten mit und ohne Auswurf
  • Brustkorbschmerzen

Diagnose

Die exakte Diagnose erfolgt durch eine Gewebeentnahme des Brustfells und/oder der Lunge mit der minimal-invasiven Operation (VATS/Schlüssellochchirurgie).

Pneumothorax

Das Krankheitsbild des Pneumothorax beschreibt den Kollaps, sprich das Zusammenfallen, eines Teils oder des gesamten Lungenflügels auf Grund von Eindringen von Luft zwischen Rippen- und Lungenfell.

Auf Grund des Kollaps der Lunge steht dann entsprechend ein Teil des Lungenflügels oder der ganze Lungenflügel nicht mehr zur Atmung zur Verfügung und es kommt zur Luftnot und Schmerzen.

Ursachen

  • Ein spontaner Riss einer Lungenblase oder des Lungengewebes mit und ohne Vorerkrankungen, sprich Spontanpneumothorax
  • Eine Verletzung des Brustkorbes bei Rippenfrakturen mit Verletzung der Lunge von außen

Symptome

  • Atemnot in Ruhe und bei Belastung
  • Zyanose (violett/bläuliche Verfärbung der haut, Schleimhäute, Lippen und Fingernägel
  • Thoraxschmerzen
Gutartige Lungentumore

Die Hälfte aller zufällig festgestellten Veränderungen beim Röntgen der Lunge sind gutartig.

Symptome

Die meisten Patienten mit gutartigen Veränderungen im Bereich der Lunge sind beschwerdefrei. Gelegentlich tritt Husten mit und ohne Auswurf auf. Meist handelt es sich um einen Zufallsbefund bei einer Röntgenuntersuchung auf Grund von anderen Anlässen.

Diagnostik

  • Röntgenuntersuchung
  • Sonographie des Brustkorbes
  • Computertomographie (ggf. mit Punktion)
  • Bronchoskopie mit Gewebeentnahme
Lungenkrebs/Bronchialkarzinom

Der Lungenkrebs, auch genannt Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom, ist einer der häufigsten bösartigen Tumore. Es sind verschiedene Arten des Lungenkrebses bekannt, die sich in ihrem Auftreten, dem Krankheitsverlauf, der Therapie sowie in dem Behandlungserfolg deutlich unterscheiden.

Ursachen

  • Rauchen
  • Inhalation von giftigen und belasteten Dämpfen und Stäuben im Bereich des Arbeitsplatzes
  • Schlechte Ernährung
  • Umwelt/Umweltverschmutzung
  • Vererbung

Symptome

  • Therapieresistenter Husten über viele Wochen
  • Verschlimmerung eines chronische Hustens
  • Husten mit Auswurf (mit und ohne Blutbeimengungen)
  • Schmerzen im Bereich der Thoraxwand
  • Atemnot in Ruhe oder bei Belastung
  • Neu aufgetretene Heiserkeit
  • Fieber und Schüttelfrost sowie Nachtschweiß
  • Abgeschlagenheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust
  • Leistungsknick

Wichtig: Treten oben genannte Symptome auf, sollte schnell eine weitere Abklärung beim Hausarzt, Facharzt oder in der Lungenfachklinik erfolgen. Das gilt insbesondere für Raucher.

 

Lungenmetastasen

Als Lungenmetastasen bezeichnen wir Tochtergeschwülste eines bösartigen Tumors, die sich dann über Lymphbahn oder Blutbahn in der Lunge angesiedelt haben.

Symptome

Neben der sogenannten B-Symptomatik wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Leistungsknick kann es auch zu Luftnot bei entsprechend multiplem Befall kommen.

Therapie

Die Therapie ist immer individuell im Rahmen der Tumorkonferenz zu wählen. Sollte das Mittel der Wahl die Lungenoperation sein, so werden die Lungenmetastasen gewebeschonend, z.B. mit einem Laser, entfernt. Auch bei dieser Operation werden die zugehörigen Lymphdrüsen mit entfernt. Diese Therapie kann vor allem bei Patienten mit Dickdarmkrebs oder Nierenkrebs sehr hilfreich sein.

Mediastinaltumore

Das Mediastinum ist der Raum, der sich zwischen der rechten und linke Lunge befindet. Er wird hinten von der Wirbelsäule, vorn vom Brustbein,  nach unten vom Zwerchfell, zur Seite von den Lungen und nach oben von der Schilddrüse begrenzt. Es ist ein schmaler Raum, in dem sich dicht nebeneinander eine Reihe von wichtigen Organen und Strukturen befinden. Dies sind das Herz, die Speiseröhre, die Luftröhre, große Gefäße, die aus dem Herz austreten bzw. hineinführen, verschiedene Nerven und Lymphgefäße sowie der Thymus.

Mediastinaltumore sind  Neubildungen oder Geschwülste, die von diesen vielen verschiedenen Strukturen ausgehen können. Dementsprechend vielfältig sind auch diese Tumore, die bös- oder aber auch gutartig sein können.

Symptome

Die meisten dieser Tumore werden rein zufällig entdeckt, das heißt sie sind völlig symptomlos. Wenn Symptome auftreten , so können diese sehr unterschiedlich sein und sehr unspezifisch, je nachdem von welchem Organ sie ausgehen. So kann es zu einem Druckgefühl kommen, zu Husten,  Heiserkeit, Kurzatmigkeit, Brustkorbschmerzen oder Nachtschweiß. Eine Röntgenaufnahme und eine Computertomografie des Brustkorbes ist bei Verdacht auf eine solche Erkrankung als erstes notwendig.

Behandlung

Operation, Chemotherapie (Behandlung mit Medikamenten, die in die Blutbahn verabreicht werden) und Bestrahlung stehen für die Behandlung  zur Verfügung. Welche von Ihnen zum Einsatz kommt, hängt davon ab, von welchem Organ des Mediastinums dieser Tumor ausgeht und vom feingeweblichen (histologischen) Befund.

Krampfadern

Der Begriff Krampfadern (auch Varicosis) kommt von "Krummadern". Krampfadern (Varizen) sind also Venen, die sich als "krumme ausgeleierte Adern" mit spindel-, sack-, tonnen- oder knotenförmigen Ausweitungen und Schlängelungen als Folge einer Wand- und Klappenschwäche (Insuffizienz) darstellen.

Ursachen

  • Erbliche Veranlagung
  • Übergewicht
  • Mehrere Schwangerschaften und Geburten
  • Fortgeschrittenes Alter
  • Berufliche Belastung (langes Stehen und Sitzen)

Symptome und Beschwerden

Krampfadern können bei entsprechender Ausprägung Beinschwellungen, vor allem nach längerer Belastung, hervorrufen. Des weiteren werden häufig Spannungsgefühl, das Gefühl "schwerer Beine" oder Muskelkrämpfe bemerkt. Krampfadern neigen zu Entzündungen, die sehr schmerzhaft sein können. Verletzungen an oberflächlichen Krampfadern führen zu starken Blutungen.

Vorbeugung

  • Abschnüren der Venen durch richtige Sitzhaltung verhindern
  • Vermeidung von lang anhaltender Wärme (heiße Bäder, Sauna)
  • Täglich möglichst viel Bewegung
  • Beine so oft wie möglich hochlegen
  • Sind Krampfadern vorhanden, Kompressionsstrümpfe tragen
  • Thrombosegefährdete sollten sich vor längeren Autofahrten, Flug- oder Bahnreisen Heparin spritzen (Rücksprache mit dem Arzt)
  • Bequemes Schuhwerk tragen (Füße könne anschwellen)
  • Viel trinken
  • Im Sitzen mit den Füßen wippen

Behandlung

Man unterscheidet hier prinzipiell die konservative Behandlungsmethode von der operativen Behandlungsmethode. Welche Behandlungsmethode in Betracht kommt, hängt von vielfältigen Faktoren sowie einer exakten Diagnostik ab. Hier stellen wir Ihnen die Verödungsbehandlung und die operative Therapie vor. Über die konservative Behandlung erfahren Sie weiter unten auf dieser Seite mehr.

Verödungsbehandlung

Zur Verödung wird in die krankhaft erweiterte Vene ein Medikament gespritzt. In den Veneninnenwänden entsteht eine Entzündung. Auf Grund der sich hier bildenden Entzündung kommt es bei zusätzlicher Kompression von außen zu einer Verklebung der Venenwände und zur Verödung. Wichtig: Kompression von außen ist unabdingbar.

Operative Therapie

Die Krampfadern werden bei vorheriger Markierung mittels Sonde herausgezogen. Man nennt dies das Stripping der großen Vene. Kleine Seitenäste werden über Stichinzisionen entfernt. Es stehen mehrere erprobte Operationsverfahren zur Verfügung. Eine Varizenoperation dauert selten länger als eine Stunde und ist technisch einfach durchführbar. Das OP-Risiko ist gering. Varizenoperationen können stationär, aber auch ambulant erfolgen. Nach einer Varizenoperation ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen der Klasse II in der Regel für 6 Wochen zu empfehlen.

 

Durchblutungsstörungen

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch "Schaufensterkrankheit" genannt, ist eine Durchblutungsstörung der Beine, selten der Arme. Hierbei kommt es auf Grund von arteriosklerotischen Verengungen, Verkalkungen der Arterien des Beckens und der Beine zu einer Abnahme des Blutflusses im Bereich der Unterschenkel und der Füße. Die Gefäßverkalkung, sprich Arteriosklerose, betrifft allerdings den ganzen Menschen. Häufig kann man neben einem Befall der Herzkranzgefäße (Gefahr für einen Herzinfarkt) auch Veränderungen im Bereich der Halsschlagadern (Gefahr für einen Schlaganfall) und der großen Körperschlagader (Bauchschlagader, genannt Aorta) erkennen.

Symptome

Eine Durchblutungsstörung der Beine tritt bei raschem Gehen oder raschem Treppensteigen auf. Hier bemerkt der Patient, dass Schmerzen im Bereich des Fußes, der Waden oder der Oberschenkel auftreten, die muskelkaterartig sein können und die zum Stehenbleiben zwingen. Nach einer kurzen Zeit kann der Patient dann den Gang fortsetzen. Der Begriff "Schaufensterkrankheit" ist umgangssprachlich und verdeutlicht die Beschwerdesymptomatik, dass der Patient im Rahmen eines Spazierganges an jedem Schaufenster stehen bleiben muss und nach einer angemessenen Ruhezeit weitergehen kann.

Risikofaktoren

  • Rauchen
  • Hohe Blutfettwerte
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Bewegungsarmut

Behandlung

Prinzipiell unterscheidet man eine konservative Therapie von einer operativen Behandlung. Mehr Infos zur konservativen Therapie bekommen Sie weiter unten auf der Seite.

Interventionelle Therapie

Die PTA und Stentimplantation ist eine Standardmethode, bei der mittels eines Ballonkatheters eine Verengung aufgesprengt und zusätzlich mittels eines rohrförmigen Drahtgeflechtes, sprich Stents, stabil offen gehalten werden kann. Die Möglichkeit der PTA und Stentimplantation ist eine sehr moderne und ausgereifte Methode.

Operative Verfahren

Die chirurgische Therapie von Verengungen oder Verschlüssen der Arterien spielt in der Behandlung der Arteriosklerose eine große Rolle. Eine Möglichkeit, eine Verengung einer Arterie zu beseitigen, besteht in der sogenannten Ausschälung und Patchplastik der Arterie an der prädisponierten Stelle. Eine Bypassimplantation, sprich eine Umleitung, bedeutet, dass ein Verschluss einer Arterie umgangen werden kann durch Implantation eines Bypasses.

Weitere Informationen

Wissenswertes bei Krampfaderleiden und Durchblutungsstörungen

Bei der Behandlung von Krampfaderleiden und Durchblutungsstörungen wird prinzipiell die konservative von der operativen Behandlungsmethode unterschieden. Welche Behandlungsmethode in Betracht kommt, hängt von vielfältigen Faktoren sowie einer exakten Diagnostik ab.

Die konservative Behandlung bei Krampfadern

Als konservative Therapie bei Krampfaderleiden wird die Kompressionsbehandlung mit entsprechenden Strümpfen bezeichnet. Durch die Kompression von außen entsteht für die Muskulatur ein Widerlager, wodurch der Blutrückfluss durch die Muskelvenenpumpe zum Herzen verbessert wird.

Die Kompressionstherapie der Strümpfe bewirkt:

  • Die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes zurück zum Herzen wird verbessert
  • Die krampfhaft erweiterten Venen werden in ihrem Durchschnittsvolumen verkleinert
  • Durch die Verringerung der Blutmenge in den Venen erhöht sich die Fließgeschwindigkeit
  • Geringere Thrombosegefahr durch fibrinauflösende Eigenschaften der Venenwand

Außerdem wichtig:

  • Bewegung (Gymnastik zur Aktivierung der Wadenvenen- und Sprunggelenkspumpe)
  • Sport wie Wandern, Tanzen, Golf, Schwimmen und Radfahren
  • Die Beine mehrmals täglich für 5-10 Minuten hoch legen
  • Bei Senk-Spreiz-Fuß Einlagen in den Schuhen tragen
  • Warm-kalte Wechselbäder des Fußes und Unterschenkels (für 3-5 Minuten)

Stadien von Durchblutungsstörungen

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit wird in vier Stadien eingeteilt:

Stadium I nach Fontaine

Klinische und apparative Untersuchungen können Veränderungen der Arterien und deren Lokalisation genau aufzeigen. Im jetzigen Stadium machen diese Verengungen der Arterien noch keine Symptome, d.h. der Patient ist beschwerdefrei. In welchem Tempo allerdings die Erkrankung voranschreitet, hängt von den Risikofaktoren sowie der entsprechenden konsequenten Therapie ab.

Stadium II nach Fontaine

Im Stadium II kommt es zu den typischen belastungsabhängigen Schmerzen, sprich der „Schaufensterkrankheit". Nach dem raschen Gang oder leichtem Bergaufstieg zwingen Schmerzen im Bereich der Unterschenkel oder der Füße den Patienten zu regelmäßigen Pausen. Das bedeutet, dass durch Engstellen im Bereich der Arterien nicht genügend Blut in einer Belastungssituation fließen kann, wie von den Muskeln benötigt wird.

Stadium III nach Fontaine

Auf Grund eines zunehmenden Durchblutungsmangels wird die Blutzufuhr in die Unterschenkel und Füße so sehr gestoppt, dass bereits in Ruhe Schmerzen im Bereich der Beine und Füße auftreten. Besonders nachts und wenn die Beine hochliegen, kommt es zu einer deutlichen Schmerzverstärkung.

Stadium IV nach Fontaine

Im Stadium IV haben wir es mit Auftreten von Verletzungen und Ulzerationen zu tun, die kaum noch abheilen. Teile des Gewebes sterben ab. Infektionen können die Wunden rasch besiedeln und zu schweren Krankheitsbildern führen. Im schlimmsten Fall und bei ausbleibender Wiederherstellung der Durchblutung kann ein Verlust des Beines drohen.

Konservative Therapie bei arterieller Verschlusskrankheit

Eine wichtige Strategie der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlußkrankheit ist das Gehtraining. Neben einem intensiven Bewegungstraining führt eine spezielle Gymnastik zur adaequaten Behandlung. Ziel ist es, die ehemals stark verkürzte Gehstrecke wieder zu erweitern und die Beschwerdesymptomatik zu verringern. Sind bereits Ruheschmerzen aufgetreten oder besteht schon ein Ulcus oder eine Nekrose, so ist ein Bewegungstraining nicht mehr indiziert. Nicht nur während des stationären Aufenthaltes, sondern auch im täglichen Leben ist das regelmäßige Gehtraining unerläßlich. Es führt durch Training der alten Gefäße, aber auch durch Bildung von neuen Blutgefäßen zu einer verbesserten Blutversorgung der Unterschenkel und der Füße, so daß die Muskulatur wieder mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden kann. Ebenfalls stehen eine Reihe von Medikamenten zur Förderung und Verbesserung der Durchblutung zur Verfügung.

 

 

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