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Infos zu Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Christoph Sommer

Dr. med. Christoph Sommer

Chefarzt

Facharzt für Anästhesiologie; Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie

Bezirksklinikum Obermain 
Kutzenberg
96250 Ebensfeld

Weitere Informationen

Neben der Durchführung aller modernen Anästhesieverfahren, der intensivmedizinischen Behandlung, Langzeitbeatmung und Beatmungsentwöhnung ist die stationäre und ambulante Schmerztherapie einer unserer Schwerpunkte. Im Interdisziplinären Schmerzzentrum bieten wir Schmerzpatienten Hilfe für ein aktives und selbstbestimmtes Leben.

In der folgenden Kurznavigation geben wir Ihnen einen Überblick über das breit gefächerte Spektrum unserer Abteilung. Dazu gehören alle gängigen Methoden der Anästhesie, mehr als 6000 Narkosen führen wir pro Jahr durch. Auf der anästhesiologisch geleiteten interdisziplinären Intensivstation werden jährlich rund 700 Patienten versorgt, von denen viele beatmungspflichtig sind. Bei unseren Schmerz-Behandlungen geht es nicht nur um die Therapie vor und nach Operationen, sondern auch um individuelle Behandlungskonzepte für Patienten, die unter der Schmerzkrankheit leiden.

Unsere Anästhesieverfahren

Bei einer notwendigen Narkose begleiten wir unsere Patienten von einem ersten beruhigenden Aufklärungsgespräch über die eigentliche Operation bis zur Anästhesievisite nach dem Eingriff. Die Wahl des am besten geeigneten Narkoseverfahrens ist abhängig von vielen Faktoren, immer steht dabei die optimale Versorgung unserer Patienten im Mittelpunkt.

Intensivmedizinische Behandlung

Auf unserer interdisziplinären Intensivstation werden, falls erforderlich, Patienten aller Kliniken unseres Hauses nach modernsten Methoden und in enger Zusammenarbeit mit den Fachkollegen der entsprechenden Abteilungen behandelt. Die klinischen Schwerpunkte liegen in der schnellen Wiederherstellung physiologischer Funktionen nach größeren operativen Eingriffen, im differenzierten Einsatz verschiedener Beatmungsverfahren unter Einschluss der modernen Lagerungstechniken sowie der Entwöhnung von langzeitbeatmeten Patienten.

Schmerztherapie nach Operationen

Die Schmerztherapie während und nach der Operation (peri- und postoperativ) ist von enormer Bedeutung für die rasche Genesung unserer Patienten. Neben den systemischen Verfahren, die wir zur Schmerztherapie einsetzen, sind es insbesondere die regionalanästhesiologischen Verfahren, die einen ganz besonderen Stellenwert in unserer Klinik einnehmen.

Durch die gezielte Schmerzausschaltung am Ort der Schmerzentstehung können wir den Schmerz besser bekämpfen und das bei deutlich höherem Patientenkomfort. So sind z.B. notwendige krankengymnastische Übungen nach Operationen auf diese Art wesentlich angenehmer und deutlich schneller durchführbar. Unsere Patienten werden durch den dafür eigens eingerichteten Schmerzdienst mindestens zweimal am Tag besucht. Der ausschließlich für die postoperative Schmerztherapie (nach der OP) zuständige Bereitschaftsdienst ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Im Rahmen unserer Teilnahme am nationalen Benchmarkprojekt zur Qualitätssicherung in der postoperativen Schmerztherapie (QUIPS) lassen wir die Ergebnisse unserer Schmerztherapie kontinuierlich überprüfen.

Aufgaben der Schmerzambulanz

Wenn Menschen unter lang andauernden Schmerzen leiden, kommt es häufig zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität. Die Ursachen können ganz unterschiedlich sein, wie zum Beispiel:

  • Rücken- und Muskelschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Ganzkörperschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Phantomschmerz nach Amputation
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • Kopfschmerzen unterschiedlichster Art
  • Komplexes regionales Schmerzsyndrom (Morbus Sudeck)
  • Gürtelrose (Herpes zoster)

Manche Menschen entwickeln dadurch Depressionen oder empfinden den Umgang mit den Mitmenschen als sehr belastend und ziehen sich mehr und mehr zurück. Chronische Schmerzen sind eine Krankheit, die Körper und Seele betrifft. Die Aufgabe unseres Interdisziplinären Schmerzzentrums ist es, bei der Behandlung die individuellen Krankheitssymptome zu erkennen und dann den Körper, die Seele sowie die Folgen der Schmerzkrankheit zu behandeln.

Wenn Sie sich für eine Behandlung bei uns interessieren, rufen Sie einfach in unserer Schmerzambulanz (siehe Kontakt) an: Vor dem ersten Untersuchungs- und Behandlungstermin werden wir Ihnen Fragebögen zuschicken und Sie bitten, diese im Vorfeld auszufüllen. Ihre Angaben sollen uns helfen, Ihre Schmerzkrankheit besser zu verstehen. Aus diesem Grunde bitten wir Sie auch, alle bereits vorhandenen Vorbefunde und Röntgenbilder sowie eine Überweisung von Ihrem Haus- oder Facharzt zur Erstvorstellung mitzubringen.

Sollten Sie an einer Tumorschmerzerkrankung oder an neu aufgetretenen Nervenschmerzen leiden, so bekommen Sie auch ohne Fragebogen umgehend einen Termin.

Klinische Versorgungsschwerpunkte sind die große Thorax- und Gefäßchirurgie, die Orthopädie und Wirbelsäulen-Chirurgie sowie die interventionelle Pulmologie: Im Bereich der Thoraxchirurgie werden regelmäßig Ein-Lungenventilationsverfahren in Kombination mit rückenmarksnahen Anästhesieverfahren durchgeführt. Bei orthopädischen Operationen werden viele differenzierte regionalanästhesiologische Verfahren angewendet. Schwerpunkte sind hier die einzeitigen bzw. kontinuierlichen Verfahren der rückenmarksnahen und peripheren Regionalanästhesien. Im Bereich der hochinterventionellen Pulmologie (Lungenheilkunde) erfolgen Planung und Durchführung unterschiedlichster Eingriffe in enger Zusammenarbeit mit unserer Fachabteilung mit der Klinik für Erkrankungen der Atmungsorgane.

Die Intensivmedizin sorgt in akuten Fällen von Lungen-, Herz-Kreislauf- oder Nierenversagen für eine sofortige Organstimulation und setzt technisch aufwändige Instrumente zum temporären Organersatz ein. Hierzu dienen Beatmungsmaschinen, das Hämofiltrationsgerät zur Nierenfunktionsübernahme und verschiedene Instrumente zur Überwachung der lebenswichtigen Funktionen.

Zur Entwöhnung bei Langzeitbeatmungstherapie übernehmen wir auch Patienten auswärtiger Kliniken. Dabei kommen alle hochmodernen Verfahren der Respiratortherapie zum Einsatz. Neben invasiver Beatmung, einschließlich High-FrequencyOccialtion-Ventilation, liegt ein Schwerpunkt in den differenzierten nicht-invasiven Verfahren, Hinzu kommen alle Verfahren der modernen Lagerungstherapie (inkl. kinetischer Therapie/Rotationsbetten). Wir führen Nierenersatztherapie (CVVH, CVVHDF) durch und verfügen neben dem Kliniklabor über ein eigenes Intensivlabor (POCT). Alle zeitgemäßen Monitoreinrichtungen wie zum Beispiel PICCO und BIS sind vorhanden.  In enger Zusammenarbeit zwischen Intensivmedizinern, Anästhesisten, Pulmologen, Thoraxchirurgen und Physiotherapeuten ist eine Betreuung auswärtiger Patienten problemlos möglich.

Gemeinsam gegen den Schmerz

Viele Gründe können in die Schmerzkrankheit führen. Es ist deswegen wichtig, bei der Behandlung die individuellen Krankheitssymptome zu erkennen und den Körper, die Seele sowie die Folgen der Schmerzkrankheit zu behandeln. Um aktiv gegen Ihre Schmerzen vorzugehen, entwickeln wir zusammen mit Ihnen ein auf Sie abgestimmtes Konzept – in unserer Schmerzambulanz oder im Rahmen einer stationären Behandlung. Wir bieten Ihnen je nach Ursache und Ausprägung Ihrer Schmerzkrankheit die gesamte Bandbreite der modernen und wissenschaftlich gesicherten Schmerztherapie.

Das Kernstück unserer Behandlung ist die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie. Unsere Schmerztherapeuten arbeiten eng mit den verschiedenen Fachabteilungen des Bezirksklinikums Obermain zusammen. So können wir Ihnen eine umfassende und individuell angepasste Behandlung bieten.

Multimodale Schmerztherapie

Bei der multimodalen Schmerztherapie werden gleichzeitig unterschiedliche Behandlungsansätze aus verschiedenen Fächern und Disziplinen eingesetzt werden. Dafür arbeiten Ärzte, Psychologen, Physio- und Sporttherapeuten und Pflegekräfte eng zusammen. Wir bieten Ihnen ein individuell abgestuftes Konzept an, das aus folgenden Bausteinen besteht:

  • Trainingstherapie
  • Physiotherapie
  • Entspannung
  • Medikamentöse Behandlung
  • Schmerzbewältigungstraining
  • Patientenschulung

Im Mittelpunkt stehen dabei aktivierende Behandlungsformen, die Ihnen helfen, wieder an einem selbstbestimmten Leben teilzunehmen. Die Schmerztherapie kann ambulant oder stationär stattfinden – jeweils auf die Bedürfnisse unserer Patienten abgestimmt.

Interventionelle Schmerztherapie

Bei bestimmten Schmerzerkrankungen, wie z. B. bei andauernden Schmerzen nach Bandscheibenoperationen, Folgestadien eines komplexen regionalen Schmerzsyndromes (Morbus Sudeck) oder Schmerzen bei Gefäßerkrankungen kommen interventionelle und neuromodulative Schmerztherapieverfahren zum Einsatz.

Diese Therapieformen setzen direkt am Ort der Schmerzentstehung an oder am Nerv, der die Schmerzsignale an das Gehirn weiterleitet. Eine Möglichkeit ist, hier Medikamente zur Schmerzbehandlung bzw. örtlichen Betäubung einzubringen, eine andere, mit schwachen elektrischen Impulsen zu arbeiten. Durch diese Behandlungen kann eine effiziente und nachhaltig anhaltende Schmerzreduktion bei deutlicher Zunahme der Lebensqualität erreicht werden.

Zum therapeutischen Spektrum gehören zum Beispiel:

  • Bildwandlerkontrollierte diagnostische und therapeutische Blockaden
  • Rückenmarkselektrostimulationen (Spinal Cord Stimulation)
  • Periphere Nervenstimulationen
  • Behandlung mit Schmerzpumpe

 

Impressionen

Die Behandlungsschwerpunkte der Schmerztherapie im Film.

Videoplay

STANDORTE DES FACHBEREICHS

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Bezirksklinikum Obermain

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